Scheckübergabe des Lions Club Bocholt-Westfalia in Höhe von 5.030 € an das Projekt Kolibi des SKM – Katholischer Verein für soziale Dienste Bocholt e.V.

Scheckübergabe Lions Club Bocholt - Westalia Oktober 2016

Scheckübergabe Lions Club Bocholt – Westfalia Oktober 2016

Erster Arbeitstag des neuen Geschäftsführers Berthold Tenhonsel

Geschäftsführer Berthold Tenhonsel (mittig) an seinem ersten Arbeitstag mit Gustav Arnold (links) und Berthold Schröder, Vorstandsvorsitzender des SKM - Katholischer Verein für soziale Dienste Bocholt e.V. (rechts)

Geschäftsführer Berthold Tenhonsel (mittig) an seinem ersten Arbeitstag mit Gustav Arnold (links) und Berthold Schröder, Vorstandsvorsitzender des SKM – Katholischer Verein für soziale Dienste Bocholt e.V. (rechts)

Verabschiedung von Geschäftsführer Bernhard Pacho beim SKM

Verabschiedung Bernhard Pacho

Bernhard Pacho mit seiner Frau Monika verabschiedet von Berthold Schröder und vielen weiteren Gästen. Foto: Sven Betz

Grußwort des Bürgermeisters Peter Nebelo anlässlich der Verabschiedung von Bernhard Pacho beim SKM

– Es gilt das gesprochene Wort –

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
lieber Bernhard,

22 Jahre lang warst du, lieber Bernhard, bisher für den Katholischen Verein für soziale Dienste Bocholt, kurz SKM, tätig – die Hälfte der Zeit als Geschäftsführer.

In dieser Zeit hast du den SKM weiterentwickelt, neue Tätigkeitsbereiche (wie beispielsweise den Bereich „Glücksspielsucht & Medienabhängigkeit“) initiiert und den Verein so zu einem starken, unverzichtbaren Pfeiler in der Sozialhilfelandschaft von Bocholt gemacht.

Im Namen von Rat und Verwaltung – aber natürlich auch persönlich – möchte ich dir für deinen Einsatz und dein Engagement als Mitarbeiter und Geschäftsführer des SKM in Bocholt herzlich danken.

22 Jahre im Dienst des SKM.
Man könnte jedoch auch sagen – und ich glaube, so hast du deine Arbeit immer eher gesehen – 22 Jahre im Dienst der Bocholterinnen und Bocholter. Denn in all den Jahren, auch in denen als Geschäftsführer, stand bei dir der Mensch immer im Vordergrund.

Besonders stark gemacht hast du dich für das Projekt Kolibri, also für die Arbeit mit Kindern & Jugendlichen suchtabhängiger Eltern. Leider ist dieses Thema häufig noch ein Tabuthema. Das führt dazu, dass die Kinder sich zurückziehen und von der Gesellschaft oft nicht wahrgenommen werden.

Das Projekt gibt es seit 27 Jahren, 22 Jahre lang bist du dabei. Seitdem wird das Thema häufiger in der Öffentlichkeit diskutiert, die Menschen werden in der Gesellschaft immer häufiger sichtbar. Das ist natürlich auch dein Verdienst.

Noch viel wichtiger ist meiner Meinung nach jedoch, wie und in welcher Weise du dich in dieser Zeit für die jungen Bocholterinnen und Bocholter eingesetzt hast.

Meine Damen und Herren,

Bernhard Pacho angemalt von Kolibri Kindern

Bernhard Pacho angemalt von Kolibri Kindern

vor einiger Zeit habe ich einen Brief erhalten. Er ist geschrieben von der Kolibri-Gruppe mit der Bitte Bernhard Pacho für seine Tätigkeit beim SKM auszuzeichnen.

Diesem Wunsch kann ich leider nicht nachkommen, da eine hauptamtliche Tätigkeit von der Stadt nicht geehrt werden kann.

Aus diesen Zeilen wird jedoch deutlich, wie stark sich „Pacho“ (so wird er von den Jugendlichen genannt) für die Jugendlichen eingesetzt hat und wie sehr ihr Leben von Pacho und dem Kolibri-Projekt beeinflusst wurde:

„Er ist eine Vaterrolle, ein Mentor, ein Vorbild, ein guter Freund, eine Schulter zum Ausheulen, eine Vertrauensperson, ein Förderer, ein Lebensbegleiter und Wegweiser, Lebensretter, ein Rettungssschwimmer, ein Fels in der Brandung – oder einfach nur unser ‚Pacho‘, den wir alle in unser Herz geschlossen haben und vermissen werden“

Ich finde, diese Zeilen stehen für sich.

Lieber Bernhard,

es gibt viele Bocholterinnen und Bocholter, die diese Zeilen unterschreiben würden und deren Leben du während deiner Tätigkeit beim SKM geprägt hast.
Ich glaube, darauf kannst du stolz sein.

Meine Damen und Herren,

Wenn man so lange an einem Ort arbeitet und so viele persönliche Lebensgeschichten miterlebt, sind nicht immer alle solche Erfolgsstorys, wie man sie aus dem Fernsehen kennt. So etwas belastet und geht unter die Haut.

Ich hatte jedoch immer den Eindruck, dass du, lieber Bernhard, immer mit Spaß zur Arbeit gegangen bist.

Ich glaube, dass es dir dadurch gelungen ist, indem du immer den Menschen hinter den Problemen gesehen hast – ohne Vorurteile, egal was du mit ihnen erlebt hast. Das beeindruckt mich sehr und dafür sind dir viele Bocholterinnen und Bocholter sehr dankbar.

„Ich musste nie viel sagen, er wusste immer direkt wie es mir geht“ – Auch das ist ein Zitat aus dem Brief der Kolibri-Gruppe über dich.

– Leute, bei denen man nicht viele Worte braucht,
– Leute, bei denen man sich geborgen fühlt,
– Leute, die einen ein Leben lang begleiten

eben solche Leute wie dich, Bernhard, braucht eine Stadt.

Denn genau solche Leute machen Bocholt erst lebendig und menschlich.

Ich bin daher glücklich, dass du nicht nur mir – im Rahmen deiner ehrenamtlichen politischen Tätigkeit – sondern auch dem SKM und dadurch auch den Bocholterinnen und Bocholtern weiter erhalten bleibst.

Ich wünsche dir im Namen von Rat und Verwaltung der Stadt Bocholt – vor allem aber persönlich – für deinen Ruhestand alles Gute und viele schöne Stunden mit deinem Enkelkind.

Vielen Dank. (Peter Nebelo)