6. Bocholter Männertage – Männer und ihre Lebenswelt – vom 16. September bis 14. Oktober 2018

Die 6. Bocholter Männertage bieten wieder ein vielfältiges Programm. Von der Mopedtour über den Kabarettabend, religiös besinnlichen Veranstaltungen, einem Gesundheitsvortrag sowie Kochen und Basteln und vielem mehr ist alles dabei.

Programm der Männertage 2018

 

Zimmer in der City: Im Bad sind alle gleich – Caritas-Aktion „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“

BBV / Kristina Wiegel vom 09.07.2018
Wir danken dem BBV und Kristina Wiegel, dass wir den Bericht und das Foto hier übernehmen dürfen.

Bocholt (kw). Baden mitten in der Innenstadt: Dieser Stand direkt vor dem Café Extrablatt fällt auf. Markus Büsken zeigt hier in der Badewanne vollen Körpereinsatz. „Im Bad sind alle gleich“, sagt Andreas Böggering, Mitarbeiter des Katholischen Vereins für soziale Dienste (SKM). Auf dem Wohnungsmarkt sei dies leider anders. Das Badezimmer als Motiv sei hier ganz bewusst gewählt, um auf die Not an bezahlbarem Wohnraum für Menschen mit geringem Einkommen in Bocholt hinzuweisen. Vor allem Menschen in schwierigen Situationen stünden oft vor einem unlösbarem Problem.

Zimmer in der City - Im Bad sind alle gleich, Foto: Kristina Wiegel

Markus Büsken zeigt in der Badewanne vollen Körpereinsatz. Auf den Mangel an Wohnungen, die für Menschen mit geringem Einkommen bezahlbar sind, will er hinweisen.

Als Beitrag zur Caritas-Jahresaktion 2018 „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“ hatte der SKM gemeinsam mit dem Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF) und der Caritas an drei markanten Stellen in der Bocholter Innenstadt Zimmer aufgebaut.

In seiner täglichen Arbeit erlebe er es immer wieder, wie schwierig es für Menschen mit wenig Geld sei, eine Wohnung zu finden, sagt auch der SKM-Drogenbeauftragte Erich Seidel. Die Gründe seien vielfältig. Oft seien die Mieten schlichtweg zu hoch, der Suchende habe einen Schufa-Eintrag oder der Vermieter habe Vorbehalte gegenüber Arbeitslosengeldempfängern oder psychisch Erkrankten.

Hier sei es wichtig, Netzwerke zu schaffen, um Vorurteile abzubauen. Auch gegenüber der Stadt fordere man immer wieder mehr sozialen Wohnungsbau, sagt SKM-Geschäftsführer Berthold Tenhonsel. Man müsse nach wie vor „gemeinsam nach Lösungen suchen“, auch wenn inzwischen positive Entwicklungen zu beobachten seien. „Wir müssen das zusammen anpacken“, sagen Seidel und Tenhonsel.

Flender-Wohltätigkeitsturnier bringt Erlös von 31.000 Euro – SKM und Jusina dürfen sich freuen

BBV / Sven Betz vom 21.03.2018
Wir danken dem BBV und Sven Betz, dass wir den Bericht und die Fotos hier übernehmen dürfen.

Bocholt – Ein Rekord-Spendenergebnis in Höhe von 31.000 Euro brachte das 29. Flender-Wohltätigkeitsturnier, das im Januar in der Euregio-Sporthalle stattfand. Am Dienstag überreichten Siegbert Ceranski, Burkhard Schneider und Christian Seidel vom Flender-Fußball-Team zwei Schecks über jeweils 10.000 Euro an die beiden Hauptspendeempfänger.

Die Schecks gehen an den SKM (Katholischer Verein für soziale Dienste Bocholt) für das Sozialprojekt Kolibri und den Verein Jusina. Mit der restlichen Summe von 11.000 Euro unterstützt Flender verschiedene soziale Projekte von Vereinen und Gruppen in Bocholt und Umgebung. In den Flender-Turnieren der vergangenen 29 Jahre wurden mehr als 600.000 Euro für den guten Zweck gesammelt und an Vereine und Gruppen zur Unterstützung ihrer sozialen Projekte verteilt.

Freuen sich über den Rekorderlös aus dem Flender-Wohltätigkeitsturnier (v. li.): Andreas Wendland, Burkhard Schneider, Berthold Tenhonsel, Stephanie Mohr, Christian Seidel und Siegbert Ceranski.

Freuen sich über den Rekorderlös aus dem Flender-Wohltätigkeitsturnier (v. li.): Andreas Wendland, Burkhard Schneider, Berthold Tenhonsel, Stephanie Mohr, Christian Seidel und Siegbert Ceranski.

„Wir sind stolz darauf, ein solch gutes Ergebnis erzielt zu haben. Der Erlös ist so hoch wie noch nie zuvor, dafür lohnt sich die ganze Arbeit“, sagte Seidel. 60 Männer und Frauen seien mit der Vorbereitung des Turniers beschäftigt, fügte Seidel hinzu. Flender-Betriebsrat Andreas Wendland dankte dem Organisations-Team und allen Helfern im Namen der Geschäftsführung und der Belegschaft für ihr Engagement bei der Durchführung des Fußball-Turniers. „Es ist schön, dass wir dabei immer den örtlichen Bezug pflegen“, sagte er.

Kolibri werde die Spende für seine familienorientierte Arbeit mit Kindern und Jugendlichen suchtabhängiger Elternteile nutzen. Das allein durch Spenden finanzierte Projekt gibt es seit 28 Jahren. Zurzeit würden 45 bis 50 betroffene Kinder aus Bocholt beim SKM betreut, sagte Tenhonsel. „Damit haben wir die Grenze unserer Kapazität erreicht“, fügte er hinzu.

Jusina werde die Spende für seine offene Kinder- und Jugendarbeit im Stadtquartier Fildeken-Rosenberg verwenden, sagte Stephanie Mohr, die den Scheck entgegennahm. Mit dem Geld würden besondere Aktionen und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche aus dem Quartier finanziert, die sich vom sonstigen Alltag der Kinder abheben würden – zum Beispiel der Besuch eines Freizeitparks oder ein Ausflug mit Übernachtung.