Ehemaliger Geschäftsführer des SKM zum SPD Vorsitzenden Bocholt gewählt

Quelle: WDR, Münsterland

Neuer Bocholter SPD-Chef gewählt

Zum neuen SPD-Vorsitzenden des Bocholter Stadtverbandes wählten die 43 Delegierten Bernhard Pacho, und zwar einstimmig. Der 65-Jährige war einziger Kandidat. Der Rentner sitzt seit sieben Jahren für die SPD im Bocholter Stadtrat. Er sagte dem WDR: „Es ist nicht auszuschließen, dass ich auch Hassmails kriege, aber ich sehe das gelassen. Wenn ich so was kriege, schicke ich das zur Kripo, erzähle niemandem davon und lösche sie dann.“


Quelle: Bocholter-Borkener Volksblatt (www.bbv-net.de)

Martin Schulz hält kämpferische Rede bei der Bocholter SPD

Bocholt – Der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat am Montagabend auf dem Parteitag der Bocholter SPD seiner Partei und vor allem den Bocholter Sozialdemokraten Mut zugesprochen. Im Textilwerk war er von 365 Besuchern frenetisch begrüßt worden. Lesen Sie die Ereignisse des Abends noch einmal hier in unserem Liveticker nach.

1100 Euro für SKM-Projekt Kolibri – Erlös des Benefizfußballturnier der Kolpingsfamilie Rees

Wir danken dem Bocholter-Borkener Volksblatt für die Genehmigung Text und Bild des BBV-Artikels vom 30.12.2016 wiedergeben zu dürfen.

kolpingfamilie-rees-spendenuebergabe-kolibri-dezember-2016Bocholt (pam). Das Benefizfußballturnier der Kolpingsfamilie Rees hat einen Erlös von 1100 Euro gebracht. Bestimmt ist das Geld für das Projekt Kolibri des Katholischen Vereins für soziale Dienste Bocholt (SKM). Kolibri hilft Kindern und Jugendlichen alkoholabhängiger Eltern. Den Scheck überreichte Frank Ziegler von der Kolpingsfamilie an den SKM-Geschäftsführer Berthold Tenhonsel. Die Kolpingsfamilie hatte das Hallenfußballturnier bereits zum 24. Mal veranstaltet. 13 Mannschaften hatten in der Reeser Dreifachturnhalle um den Sieg gekämpft. Es gewann – bereits zum fünften Mal – das Team der Black Panther. In den vergangenen Jahren hat die Kolpingsfamilie Rees insgesamt rund 25.000 Euro für verschiedene soziale Zwecke gespendet.

Der SKM gratuliert seinem 2. Vorsitzenden Gustav Arnold zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes

Text und Fotos: Bruno Wansing, Stadt Bocholt, Presse- und Informationsdienst

Ehrenamt: Gustav Arnold erhält Bundesverdienstkreuz

Gustav Arnold ist Träger des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Landrat Kai Zwicker überreichte ihm die Auszeichnung für sein Wirken im sozialen (Betreuungsverein, SKM …) und sportlichen Bereich (Deutscher Alpenverein)

Im Kreise seiner Familie und Freunde und in feierlicher Stimmung im großen Saal des Historischen Rathauses nahm Gustav Arnold sichtlich bewegt die Auszeichnung entgegen. „Der Dank tut gut“, sagte Arnold, „und, wenn ich mal Dieter Hildebrand zitieren darf, der nach einer Ehrung auf die Frage, wie er sich denn fühle, gesagt hat, ich fühle mich ausgezeichnet, so ähnlich geht es mir, auch wenn ich es zurzeit noch gar nicht so richtig glauben kann.“

Landrat Dr. Kai Zwicker betonte in seiner Ansprache, dass das Engagement Arnolds weiter über ein pflichtgemäßes Bürgerengagement hinaus gehe, „mir Ihrer Auszeichnung werden wir alle darauf hingewiesen, dass Bürgerinnen und Bürger auch heute mit viel persönlichem Einsatz anderen Menschen unverzichtbare Dienste erweisen.“

Landrat Dr. Kai Zwicker steckt Gustav Arnold das Bundesverdienstkreuz an - Foto: Bruno Wansing, bocholt.de

Landrat Dr. Kai Zwicker steckt Gustav Arnold das Bundesverdienstkreuz an – Foto: Bruno Wansing, bocholt.de

Der frisch gebackene Bundesverdienstkreuz-Träger Gustav Arnold im Kreise seiner Familie - Foto: Bruno Wansing, bocholt.de

Der frisch gebackene Bundesverdienstkreuz-Träger Gustav Arnold im Kreise seiner Familie – Foto: Bruno Wansing, bocholt.de

Großer Einsatz im Betreuungswesen
Zwicker berichtete anschließend über die vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten Arnolds. Im Rahmen seiner Tätigkeit als Leiter der Betreuungsstelle des Kreises Borken habe sich Arnold weit über das Maß beruflicher Anforderungen hinaus für den Ausbau des ehrenamtlichen Betreuungswesen eingesetzt. „Er gab u.a. den Anstoß für die sogenannten „Betreuer-Stammtische“ sowie die seit 1998 jährlich stattfindenden Betreuungsrechtstage“, berichtete Zwicker, „zudem war Herr Arnold Mitgründer und Hauptorganisator der „Arbeitsgemeinschaft örtlicher Betreuungsstellen Westfalen-Lippe“, die er auch nach außen hin vertrat.“ 2005 habe Arnold den „Betreuungs- und Förderverein im Kreis Borken e.V. “ initiiert und mitgegründet, und nach seiner Pensionierung im Jahre 2009 leitete er die Gründung des „Landesverbandes für ehrenamtliche Betreuer und Bevollmächtigte“ ein. „Und überdies sind Sie, Herr Arnold, im Amtsgerichtsbezirk Bocholt seit vielen Jahren selbst als ehrenamtlicher rechtlicher Betreuer bestellt“, hob Zwicker hervor.

Ein halbes Jahrhundert im SKM
Seit fast einem halben Jahrhundert engagiert sich Arnold im „SKM – Katholischer Verein für soziale Dienste Bocholt e.V.“ Der „SKM Bocholt“ setzt sich insbesondere für Menschen in Not, für ausgegrenzte, obdachlose und suchtkranke Menschen ein. Eine Teestube für jugendliche Drogenkonsumenten und die Beratungsstelle „Kolibri“ entstanden unter der Federführung Arnolds. Auch die Männergruppe innerhalb des SKM, die seit 2010 die „Bocholter Männertage“ veranstaltet, habe er initiiert.

Von 60 auf 1.000
Mit dem Namen Gustav Arnold sei aber auch der „Deutsche Alpenverein (DAV) Sektion Bocholt e.V.“ eng verbunden. 1980 Mitgründer, 1983 stellvertretender Vorsitzender und von 1983 – 1999 Vorsitzender, anschließend Ehrenvorsitzender, das sind die Stationen Arnolds im DAV. „Unter Ihrem Vorsitz, Herr Arnold, entwickelte sich der Verein von anfangs 60 auf über beachtliche 1.000 Mitglieder“, hob Zwicker hervor.
Großes Vorbild für Bürgerengagement und solidarisches Handeln
„Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen“, zitierte Zwicker den Franzosen Guy de Maupassant, „und er hat Recht. Denn durch Ihr Engagement und Ihre Fürsorge gegenüber Ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern hier in Bocholt und auch weit über die Stadtgrenzen hinaus, haben Sie Segenreiches für die Gemeinschaft geleistet. Sie sind ein großes Vorbild für Bürgerengagement und solidarisches Handeln.“

Viele Jahr für das Gemeinwohl engagiert
Bürgermeister Peter Nebelo betonte in seiner Ansprache, dass Orden nur ein kleines Dankeschön der Gesellschaft für große Verdienste seien. „Auf diese Weise werden Menschen ausgezeichnet, die sich in herausragender Weise für das Gemeinwohl engagiert haben. Alle Trägerinnen und Träger nehmen ihre Verantwortung für das allgemeine Wohl sehr ernst“, so Nebelo weiter, „es sind Menschen wie Sie, Herr Arnold.“ Nebelo hob beispielhaft die Arbeit und das Engagement Arnolds für die Beratungsstelle „Kolibri“ hervor. „Die Beratungsstelle „Kolibri“ ist für die Kinder suchtkranker Eltern Anlaufstelle, um gemeinsam Wege aus der Enge zu suchen, zu finden und zu begleiten.“

„die Wände hochgehen“
„Die Bocholter Bürgerinnen und Bürger haben u.a. dank Ihres Einsatzes die Möglichkeit, im wahrsten Sinne des Wortes die Wände hochzugehen“, berichtete Nebelo über die Kletterwand an der Sporthalle Werther Straße, die auf Initiative Arnolds dort entstand.

Stellvertretende Anerkennung
„Die Auszeichnung heute ist nicht nur eine Anerkennung für mich“, sagte Arnold sichtlich gerührt nach der Übergabe des Bundesverdienstkreuzes, „sie steht stellvertretend für alle, die sich ehrenamtlich für andere Menschen einsetzen.“ Arnold dankt vor allem seiner Frau Sofia, die ihm immer den Rücken frei halte, „aber auch meiner Familie, meinen Freunden, von denen ich viele Impulse bekommen habe, die mein Leben bereichert haben.“

Bildergalerie der Abends (Fotos: Bruno Wansing)

BBV-Artikel „Soziales Engagement gewürdigt“ vom 14.12.2016